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Sonntag, 3.07.2016

Rennabbruch

Beim 7. Brixen Dolomiten Marathon waren Läuferinnen und Läufer aus 20 Nationen am Start, um die 2.450 Höhenmeter von Brixen auf die Plose zu bewältigen. Hannes Rungger feierte nach 2014 seinen 2. Sieg erneut auf beeindruckende Art und Weise. Bei den Frauen gab es erstmals mit Simonetta Menestrina eine Siegerin aus Trient. Leider zwangen uns Wettersturz, Nebel und Gewitter zu dem Entschluss, den Wettkampf aus Sicherheitsgründen um 13.15 Uhr bei Kilometer 39 abzubrechen. Alle Athletinnen und Athleten, welche die Ochsenalm nicht erreicht hatten, wurden von Bergrettern zurück nach Kreuztal begleitet; jene, die schon Richtung St. Leonharder Kreuz unterwegs waren, wurden ebenso von Bergrettern ins Ziel begleitet. Aufgrund des stark aufkommenden Nebels sah man keine zwei Meter mehr, Regen und Gewitter können in hochalpinem Gelände sehr gefährlich werden.

Heuer herrschte generell eine eigene Wettersituation: vom Start in Brixen bis nach Afers war es sehr schwül und drückend warm. Ab Afers wurde es dann frisch, teilweise richtig kalt und der einsetzende Regen ließ die Schweißperlen auf der Haut der Athletinnen und Athleten gefrieren – viele wurden von Muskelkrämpfen geplagt, die Folge waren Stürze mit blutenden Wunden und Abschürfungen. Insgesamt mussten 15 Verletzte von den Rettungskräften im Ziel versorgt, so viele wie noch nie!

race-out

Gerade der Abschnitt von km 39 bis 42 ist der gefährlichste Teil unseres Marathons: die Läuferinnen und Läufer sind bereits ziemlich müde, der Wandersteig ist sehr ausgesetzt und die Blitzgefahr auf dem Plosekamm ist ausgesprochen hoch. Diesem Wetterumschwung exponiert waren auch die zwei Verpflegungsstationen am St. Leonharder Kreuz und beim Panoramatisch. Sowohl die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, als auch jene der Helferinnen und Helfer hat oberste Priorität!

Nach verständlicherweise anfänglichen Reklamationen bei den Athletinnen und Athleten hinsichtlich des Abbruchs – schließlich hat sich Jede und Jeder auf dieses Rennen vorbereitet – gewann die Einsicht die Oberhand, dass unsere Entscheidung die einzig Richtige war. Alle erhielten trotzdem das Finishershirt und die Finishermedaille. Einige der Läuferinnen und Läufer haben ihre Teilnahme für 2017 bereits kurze Zeit nach dem Rennabbruch zugesagt – schließlich möchten alle den einmaligen Zieleinlauf auf der Plose erleben und genießen.