Brixen Dolomiten Marathon – Der Wettkampf

Es war im Jahre 490 vor Christus: Die Athener hatten im Örtchen Marathon, etwa 40 Kilometer nordöstlich von Athen, die Perser vernichtend geschlagen. Der griechische Bote Pheidippides wollte den Sieg seinen Landsleuten verkünden und startete sofort in Richtung Athen. Nach seiner Ankunft brach er erschöpft zusammen. Diese Legende bildet die Grundlage für den modernen Marathonlauf, der seit dem Jahr 1896 auch olympische Disziplin ist.

Brixen Dolomiten Marathon – Der Wettkampf

Exakt 2.500 Jahre nach der Schlacht bei Marathon, am 3. Juli 2010, wird in Brixen in Südtirol zum ersten Mal der „Brixen Dolomiten Marathon“ ausgetragen – ein Marathonlauf, der allein durch den Streckenverlauf und durch das sagenhafte Dolomiten-Panorama zu einem Fixpunkt der besten Marathonläufer geworden ist.

running-to-the-limitsDer BDM startet auf 560 Metern Meereshöhe im Herzen der Stadt, am geschichtsträchtigen Domplatz, um exakt 42,195 Kilometer und insgesamt 2.450 Höhenmeter später am Gipfel des Brixner Hausbergs Plose, auf 2.450 Metern, zu enden.

2.450 Höhenmeter? Bei einem Marathon? Die Veranstalter sind sich bewusst, dass dieser Lauf anspruchsvoll ist. Dem Slogan „Running to the limits“ gemäß befindet sich das Ziel am höchsten erreichbaren Punkt der Plose. Natürlich geht es beim BDM wie bei jedem Wettkampf darum, wer am Ende die schnellste Zeit haben wird. Viel mehr aber geht es darum, ein einmaliges Sporterlebnis in einer noch einmaligeren Kulisse gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten erleben zu dürfen. Ob als Einzelläufer, in der 4×4 oder 2×2 Staffel: der olympische Gedanke „dabei sein ist alles“ hat für viele Teilnehmer Vorrang.

Die Strecke führt auf Wald- und Wiesenwegen, abschnittsweise auch auf Asphaltstraßen nach St. Andrä (1.062 m), wo bei der Talstation der Umlaufbahn für die 4×4 Staffelläufer der erste Wechsel erfolgt. Danach verläuft die Strecke weiter auf Wald- und Forstwegen nach Afers (1.504m). Hier gibt es die zweite Übergabe für die 4×4 und die einzige Übergabe für die 2×2 Staffel. Den Blick auf den Peitlerkofel und die Dolomiten gerichtet, führt die Strecke auf asphaltierten Höfewegen taleinwärts auf Forst- und Wanderwegen zur Rossalm weiter bis nach Kreuztal (2.050 m), dem dritten Staffelwechsel für die 4×4. Auf dem Wanderweg zur Ochsenalm genießt man einen herrlichen Blick ins Tal und hat den Startpunkt, den Domplatz, vor Augen. Die letzten 400 Meter Anstieg sind nun zu bewältigen.

Am Ziel erwartet die Läufer ein atemberaubender 360-Grad-Rundumblick auf eine unglaubliche Bergkulisse. Das doppelte Sporterlebnis: ein anspruchsvoller Marathonlauf und ein Ausblick, der alle Anstrengungen vergessen lässt, eben „Running to the limits“.