5 Fragen an Christian Jocher

christian-jocherWas sind die Besonderheiten des “Brixen Dolomiten Marathon”?

CJ:

Den „Brixen Dolomiten Marathon“ zeichnen mehrere Besonderheiten aus. Zum einen das Panorama mit der herrlichen Bergkulisse der Dolomiten. Zum anderen die abwechslungsreiche und anspruchsvolle Strecke über Wanderwege, Asphaltstraße und Alpiner Steig, die für jeden Athleten eine Herausforderung darstellt. Zuletzt ist der Start-/Zielblicks eine Besonderheit, die kein anderer Bergmarathon bieten kann.

Was ist Wichtig bei einem Bergmarathon?

CJ:

Grundsätzlich ist es beim Bergmarathon so, dass aufgrund der Höhenmeter die der Athlet zurücklegt und die erhöhte Kraftausdauer die er aufbringen muss, die gesamte Laufzeit eine Stunde oder mehr über der eines üblichen Stadtmarathons liegt.

Das heißt?

 

CJ:

Der Athlet muss sich viel mehr mit der Kräfteeinteilung befassen, vor allem der Kraftausdauer kommt eine größere Bedeutung zu. Des Weiteren ist die Verpflegung bei einem Bergmarathon weit intensiver als bei einem gewöhnlichen Stadtmarathon: so gibt es neben Wasser auch Verpflegung in Form von Riegeln und Gels. Ein weiterer wichtiger Aspekt wird die Notwendigkeit einer Akklimatisierung sein, d. h. die Athleten werden früher Anreisen um sich an das Klima zu gewöhnen.

Was ist wenn ich mir nicht die ganze Marathondistanz zutraue?

CJ:

Aufgrund dessen, dass die Belastung eines Bergmarathons nicht mit jener eines Stadtmarathons zu vergleichen ist, besteht für unerfahrene Bergläufer die Möglichkeit, sich für eine Staffel, bestehend aus 4 Athleten, zu melden. Dabei gibt es drei Klassen: Männlich, Weiblich oder Mixed.

Was wünschen Sie sich für den 30. Juni 2012

CJ:

Für die dritte  Ausgabe des „Brixen Dolomiten Marathon“ wünsche ich mir wieder zufriedene Teilnehmer, viele Zuschauer, schönes Wetter und vor allem viele begeisterte freiwillige Helfer.

Christian Jocher (*10. Dezember 1962 in Brixen, Südtirol) kam als Jugendlicher zur Leichtathletik und widmete sich mehr und mehr der Langstrecke. Bis dato hat er an 50 internationalen Marathons teilgenommen, davon erreichte er bei 25 Wettkämpfen eine Zeit unter 2:30, 4 Marathons absolvierte er in einer Zeit unter 2:20. Seine Bestzeit liegt bei 2:17:13 (1994 in Hamburg). 2003 gewann er in Füssen den König-Ludwig-Marathon, 2005 belegte er in München Rang 2. Tolle Ergebnisse kann er auch bei seinen Halbmarathon-Teilnahmen aufweisen: seine Bestmarke liegt hier bei 1:04:07 (1993 in Gargnano, Gardasee). 2005 schloss er die Ausbildung zum Jugend-Leichtathletik-Übungsleiter ab. Seit 2004 trainiert er die Männerlaufgruppe des lokalen Leichtathletikvereins und ist immer noch „laufend aktiv“.